11.12.2018

Nun hat uns das alt bekannte naßkalte Winterwetter eingeholt und an den Bienenvölkern passiert kaum mehr etwas.

Nach stürmischen Nächten fahre ich die Bienenstände an, um alles auf Sturmschäden zu überprüfen.

Vor ca. 3 Wochen gab es bei uns die ersten Nachtfröste und dies ist jedes Jahr ein datum, welches ich in meinem Kalender notiere.

Die Königinnen hören dann auf Eier zu legen und es entsteht 3 Wochen später eine brutfreie Phase, auf welche alle Imkereien dringend warten.

Das hat folgenden Grund. Die restlichen Varroamilben, welche die Ameisensäurebehandlung im Herbst überlebt haben, konnten sich in der Zwischenzeit schon wieder vermehren. Daher besteht die letzte wichtige Maßnahme im Jahr darin, die Völker ein letztes Mal gegen die Mlben zu behandeln und zwar mit Oxalsäure. Sie kommt auch in vielen Lebensmitteln natürlich vor und zählt zu den organischen, also natürlichen Säuren.

Zur Oxalsäurebehandlung wird eine geringe verdünnte Menge Oxalsäure auf die Bienengetropft und die Tiere verteilen durch ihre steten Bewegungen die Tropfen im ganzen Volk. Die Verdünnung macht den Bienen nichts aus, tötet aber zuverlässig ca. 95% der Varroamilben. Der Behandlungserfolg hängt stark von der Außentemperatur ab, je enger beienander die Bienensitzen, desto besser verteilt sich die Säure im Volk.

So habe ich das kommende Wochenende im Blick um die Behandlung möglichst bei unter 3°C vornehmen zu können.

Nach dieser Behandlung gehen die Bienenvölker ruhig, milbenarm und gut versorgt ins kommende Jahr.

Eine schöne Wintertraube, alle Bienen eng aneinander gedrängt, heizend und in der Mitte die Königin schützend.

Sicher verschnürte Bienenvölker.


Letzte Futterbehälter haben ein kleines Andenken für mich dran.

Schöne Wespenkönigin unter meinen Beutendeckeln gefunden und sicher in ein geschütztes Astloch gesetzt.


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10.10.2018

Das Bienenjahr und damit die Arbeiten an den Bienenvölkern neigt sich dem Ende entgegen.

Alle Jungvölker wurden so miteinander vereinigt, daß sie nun starke Wirtschaftsvölker im kommenden Jahr werden und ein stattliches Bestäuberteam in unsere Natur schicken!

Diese letzten wunderschön warmen Tage nutze ich um das restliche Winterfutter zu den Völkern zu bringen, sie zu wiegen, auf Königinnen zu kontrollieren und die tapferen Schätzelies noch einmal beim Fliegen zu beobachten.

So sehen die Völker kurze Zeit aus, wenn sie vereinigt übereinander stehen, bevor sie endgültig in einer Kiste zu Hause sind.


Verträge zum "Pflegen" dieser Fläche werden ohne Sinn und Verstand weitergeführt. Zig Liter Wasser werden hier auf Totgeweihte vergossen, bis direkt vor die Fluglöchern der Bienenvölker.

Hier noch einmal ein Blick auf die Naturbrache, im nächsten Jahr werden hier nur noch Gewerbegebäude einer ortsfremden Universität stehen.


Im Zuge der Wintervorbereitungen mußte nun der Bienenstand im Gewerbegebiet endgültig aufgelöst werden. Alle Völker sind nun angeholt und dieses schöne Fleckchen Natur und Rückzugspunkt für Kleintiere wird ab dem kommenden Jahr eine 18 Hektar große Betonwüste. Ein schwerer Abschied!

Links sieht man fächelnde Bienen, sie zeigen den anderen den Weg zur Königin.


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08.09.2018

Der Herbst hat begonnen und in der Imkerei stehen die letzten Ameisensäurebehandlungen gegen die Varroamilbe an.

Auf diesem Bild sieht man den Dispenser wie er zur Zeit in allen Völkern steht. Die Ameisensäure verdunstet schonend und tötet bei richtiger Anwendung nur die Milben.

Die Bienen mögen zwar den Geruch nicht,

es schadet ihnen aber nicht.

Es ist jedoch viel Fingerspitzengefühl für die richtigen Anwendungsbedingungen gefragt und ständige Kontrolle vor und nach der Behandlung.

Imkerei himmelsüß - Ameisensäurebehandlung gegen die Varroamilbe
Ameisensäurebehandlung gegen die Varroamilbe


Bis spät abends fliegen momentan die Bienenvölker an einigen Standorten, an denen drüsiges Springkraut wächst. Diese Pflanze spendet guten Nektar und wird gern von Bienen beflogen. Außer ihr gibt es nun kein Futter mehr in der Natur! Zu hoffen wäre noch auf Efeu, der jedoch eine gewisse Größe erreicht haben muß, daß er auch Blüten ausbildet.

Jetzt ist die Zeit der Wintereinfütterung und ich bin stets voll beladen mit Kanistern (mit Futtersirup) unterwegs um alle Völker zu versorgen.

Im kerei himmelsuess - Winterfutter
Es ist angerichtet! Futter für die Bienenvölker

So sieht die Futtereinrichtung für die Wirtschaftsvölker aus. Große Schüsseln werden in einer leeren Beutenzarge (Kistenteil) mit Futtersirup gefüllt und mit Schwimmern bestückt, damit die Bienen nicht im Futter ersaufen. In diesem Falle ist es Gras als Ausstiegshilfe, den Bienen ist es egal.

Imkerei himmelsüß - Material
Fütterungsmaterial
Imkerei himmelsüß - Fütterung
Fütterung

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08.08.2018

Imkerei himmelsüß - Bienentränke mit Ausstieghilfe
Bienentränke mit Ausstieghilfe

Der Sommer 2018 geht ja schon jetzt ind die Geschichte ein, als wohl trockenster und heißester Sommer seit langem. Auch die weiteren Prognosen für die kommenden Jahre sehen ähnlich aus. Für die Bienenvölker ist es seit einiger Zeit schwierig noch Wasser zu finden um den Stock zu kühlen. Normalerweise ist unsere Region immer eine regenreiche Gegend gewesen und die Wasserversorgung für Bienenvölker nie ein Problem. Dies ist jedoch das erste Jah,r in dem ich an allen Bienenständen Bienentränken aufgestellt habe!

Steine als Ausstieg verhindern ein Ertrinken. Auch andere Insekten, Vögel und Igel nutzen diese Wasserstellen jetzt!


Imkerei himmelsüß - Bienentränke
Bienentränke in Standnähe

Einige Jungvölker sind an einen schönen neuen Platz umgezogen, umgeben von Goldruten zur perfekten Pollenversorgung. Jungvölker sind jetzt stark im Aufschwung und benötigen viel Pollen zum Aufziehen der Brut. Fast alle haben nun eine neue Königin und bemühen sich nach Kräften, viele Bienen zu produzieren und stark zu werden. An diesem neuen Standort haben sie beste Bedingungen dafür.

Imkerei himmelsüß - Jungvölkerstand in Goldruten
Jungvölkerstand in Goldruten
Imkerei himmelsüß - Goldrute
Gutte Pollenversorgung von Goldruten
Imkerei himmelsüß - Hummel und Schwebfliege
Hummel und Schwebfliege an Goldrute

So sieht es derzeit nach Feierabend bei den Bienen aus. In dicken Trauben hängen sie vor der Haustür, zur Wärmeentlastung des Stockes. Und bei meinen Besuchen sprühe ich sie noch etwas mit frischem Wasser ein.

Imkerei himmelsüß - Feierabend
Feierabend bei den Bienen
Imkerei himmelsüß - Feierabend
Abhängen am Flugloch

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24.07.2018

Imkerei himmelsüß - Sonnenblume
Sonnenblumen sind jetzt noch die letzten Blüten
Imkerei himmelsüß - Hummel
Diese Gartenhummel sucht nach Futter

Alle Menschen freuen sich in diesem Jahr über den tollen Sommer, Sonne satt, fast schon zu viel. In der Insektenwelt neigt sich die Vermehrungszeit dem Ende zu. Jetzt suchen viele Hummeln die Nähe zu Bienenvölkern um etwas zu Essen zu ergattern. Die Dürre macht allen Tieren zu schaffen und die Pflanzen geben wenig, oder keinen Nektar ab. Daher sieht man jetzt leider auch häufiger verhungerte Hummeln am Boden liegen. Für mich ist es immer eine Freude den Hummeln am Bienenstand helfen zu können, denn sie bekommen immer einen schönen Tropfen Futtersirup und können gestärkt weiterfliegen. Den Blick für das einzelne Individuum sollten wir uns bewahren!

Imkerei himmelsüß - Sommerhitze
Fächelnde Bienen um den Stock zu kühlen

Die Bienenvölker sieht man zu Zeit häufig so wie auf diesem Bild. Eine große Anzahl Bienen hat die Aufgabe den Stock zu kühlen. Sie drehen sich mit dem Körper so, daß beim Fächeln mit den Flügeln ein kräftiger Luftstrom entsteht und so Kühlung im Inneren erreicht wird. Das ist Schwerstarbeit und kostet die einzelnen Tiere viel Kraft.

Die Brutnester sind noch sehr groß und die konstante Temperatur von 34,5°C im Brutnest muß reguliert werden. Ein Überhitzen würde die Babies schädigen, genau wie Unterkühlung.

Das neue Patenvolk "Raik und Arne Peters" hat heute eine Brutwabe für ein neues Jungvolk abgeben können. Dieses starke Volk verkraftet eine Wabe weniger spielend und baut zügig eine neue aus und füllt sie mit neuer Brut.

Die Völkervermehrungszeit dauert noch etwas an und es bestehen noch gute Chancen auf Nachzucht von jungen Königinnen. Ab Mitte August sind nur noch wenige Drohnen (männliche Bienen) unterwegs und die Begattungsrate sinkt.

Alle jetzt gebildeten Jungvölker werden ziemlich sicher eine schöne neue Königin heranziehen und mit ihr versuchen eine gute Winterstärke zu erreichen. Natürlich sorge ich vor dem Winter dafür, daß alle ausreichend stark in den Winter gehen, dazu dann später mehr...


Hier ist eine königliche Hoheit versteckt, erkennbar an ihrem Krönchen :)

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